PHILIP EWERT

Träumer, Autor & Verehrer der klassischen Dramaturgie

Vergangenheit

Geboren 1995 in Aachen, aufgewachsen in einer großartigen und warmherzigen Familie, welche mir beigebracht hat, alles in Frage zu stellen, zu träumen und nach dem zu streben, was mich glücklich macht. Sie weckten in mir die Fähigkeit andere Welten zu erschaffen, mich darin zu verlieren und die Liebe mit meinen Gedanken allein zu sein. Daraus entstand meine Begeisterung zum Film, der Wunsch Regisseur zu werden und schließlich die Erkenntnis, dass ich lieber an der Quelle aller Filme und Bücher ansetzen will. Nach einem gewagten Sprung schrieb ich absolut mitleidserregende Drehbücher und Kurzgeschichten. Diese Versuche ehrlichen Menschen zum Lesen zu geben, hat mir zügig gezeigt, was ich tun und was ich lassen soll. 

Ironisch ist, dass rückblickend alles Sinn ergibt: Die langen Wanderungen durch dichte Wälder und verfallenen Burg-Ruinen, die spannenden und vielleicht nicht immer wahren Geschichten meiner Großeltern in den langen Nächte am Lagerfeuer, die Sagen und Legenden welche tausendfach erzählt wurden, die stundenlangen Blicke in den Sternenhimmel mit tausend Fragen im Kopf. All das hatte in mir stets eine unumstößliche Gravitation ausgelöst, welche mich wie ein mächtiger Ruf nach Abenteuer in seinen Bann zieht.

 

KÜRZLICH ABGESCHLOSSEN

“The Strive for Light” (2018)

Kurzfilmdrehbuch – 40min – Drama — Eine Geschichte über Pornografie-Sucht und darüber, dass innere Kämpfe nur von uns allein gewonnen werden können, wobei uns niemand diesen Kraftakt abnehmen kann, egal wie sehr wir es uns wünschen. Eine Geschichte, welche mit Missständen in der Gesellschaft aufräumt und der Versuch einen neuen und frischen Ansatz an das Schreiben auszuprobieren.

Das Script wurde gesichert und mit amtlichem Stempel versehen. 

Jegliche unerlaubte Vervielfältigung ist nicht gestattet. 

zukünftige projekte

“Die Apfelkriege” (2018)

Kurzroman – 120 Seiten – Märchen — Es begann als Kurzgeschichte für meine Eltern zu Weihnachten und entpuppte sich als mehr als das. Der Kurzroman erzählt eine Geschichte aus der Sicht eines alten blinden Mannes, welcher seinen geliebten Sohn an den Ruf des Abenteuer und Ruhms gehen lassen muss. Sich seiner Bürde bewusst und wissend, dass sein Sohn den tosenden Krieg niemals überleben wird, gibt er sich seinen Schicksal hin, bis ein verwunschener Geist ihn aufsucht und ihm sein Augenlicht gibt, um in die zerrüttete Welt hinaus zu gehen und seinen Sohn zu finden. 

“Das ewige Kind” (2019)

Spielfilmdrehbuch – 90min – Tragödie, Biografie — Vor zwei Jahren hatte ich eine Biografie von Albert Einstein in der Hand. Ich war neugierig, wie Einstein in so jungen Jahren in der Lage gewesen ist, solch revolutionäre Gedanken zu erhaschen. Das Ergebnis verschaffte mir ein weitaus menschlicheres Bild von Albert Einstein, als wahrscheinlich die Allgemeinheit von ihm hat. Dieses Bild offenbarte mir eine Geschichte von Leidenschaft, Liebe, Schmerz und Trauer, welche, gerade wegen den Menschen die sich für Einsteins Vision geopfert haben, wert ist, zu erzählen.

“Furcht & Erbe” (k.A.)

Dreiteilige Roman-Reihe  – Dark Fantasy, Geschichte —  Fantasy war schon immer eine Faszination für sich. Dieses Genre ermöglicht es, tief verwurzelte und subtile Emotionen durch die Aufhebung von irdischen Gesetzmäßigkeiten klarer und deutlicher darzustellen als sonst nur möglich. Das Projekt ist auf lange Sicht geplant und wird sein Ende wahrscheinlich erst in langer Zeit finden. Wer interessiert ist, kann hier schon eine aktuelle Version der Weltkarte sehen.

gedanken

Philip EwertDra̱·ma·tur·gie Substantiv [die] – Lehre von der äußeren Bauform und den Gesetzmäßigkeiten der inneren Struktur des Dramas.

Vor wenigen hundert Jahren war das Gewicht jedes geschriebenen Wortes allgemein bekannt. Papier war kostbar und die Funktion einer Rücktaste existierte nicht. Man musste sich fünf Mal überlegen, wie man sich ausdrücken möchte, welche Botschaft man senden will und wie sie der Leser interpretieren könnte. Man war durch diese einschränkenden Umstände umso mehr daran interessiert, die Fähigkeit zu erlangen, die richtige Wahl zu treffen.

Denn in der heutigen Gesellschaft von sozialen Netzwerken und Werbung benutzt der Mensch die manipulative Macht des Schreibens als ein Alltagswerkzeug. Die Idee sich an die Tastatur zu setzen und die Fähigkeiten, mit den Fingern Buchstaben abtippen zu können, dazu zu benutzen, eine eigene Geschichte zu verfassen, ist unter diesen Umständen naheliegend und sogar lobenswert. Doch dem Schein nach, ist das zeitgenössische Schreiben das Pendant zur Tiefkühlkost der Kochkunst. Es wird auf die Bequemlichkeit des Nichtwissens gesetzt. Es wurde vergessen das Schreiben ein Handwerk ist, eine künstlerische Fähigkeit, welche man wie jede andere erlernen muss. Es gilt zahlreiche Techniken zu meistern – Normen die dramaturgischen Regeln und Gesetzen folgen –  um diese dann, wenn nötig, gezielt zu umspielen, statt pauschal einen Rundumschlag zu versuchen, rein aus der Motivation Aufmerksamkeit zu erzeugen. Meiner Meinung nach ist die große Kunst, sich diesen Gesetzen bewusst zu sein, ohne im Schreibprozess die Kreativität zu verlieren. Einem Tennisspieler, welcher seinem Gegner den Arm bricht, um zu gewinnen, würde eine gewisse Aufmerksamkeit zu Teil werden, doch bleiben diejenigen, welche den Sport meistern, das denkbar unmögliche im festgelegten Rahmen leisten und das Publikum ins Staunen versetzen, einem wahrhaftig im Gedächtnis.

Der Prozess die Grundtechniken der Dramaturgie zu erlernen, bildet die Voraussetzungen, bevor man sich daran wagen kann, eine von Emotionen und Leidenschaft getriebene Geschichte auf das Papier zu bringen, die den Leser gleichzeitig eine Moral lehrt, die aus der persönlichen Weltsicht des Autors entspringt. Wenn man diesen Prozess ablehnt, ist das schlimmste was man machen kann, die offensichtlichen Fehler und Lücken in der Geschichte als künstlerische Freiheit abzustempeln. 

filmografie

Morgentau

Regie: Keanu Manthey (2017)

Bittersweet

Regie: Omar Ataei (2016)

Iris

Regie: Philip Ewert (2015)

Throwback

Regie: Philip Ewert (2015)